Die ASF kommt: Schließt die Tore!

Jeder wusste, dass es früher oder später passieren würde. Dennoch schockierte die Nachricht, dass Deutschland am 9. September 2020 von der ASP betroffen war (und 01. Juli 2022 der ASP-Ausbruch in Emsbüren/Niedersachsen), die gesamte Branche. Was wir bereits vom jüngsten Covid-Ausbruch beim Menschen wussten, bestätigt sich nun auch bei der ASP: Viren machen nicht an Grenzen halt. Wenn wir auf den Moment zurückblicken, in dem die ASP 2008 in Moldawien über infiziertes Fleisch aus Afrika auf den europäischen Kontinent gelangte, können wir feststellen, dass sich das Virus bis heute mit einer konstanten Geschwindigkeit von einigen 100 km pro Jahr in Europa ausbreitet, und es scheint sehr schwer zu sein, dies aufzuhalten. Aber wie breitet sich das Virus aus und was können wir tun, um uns davor zu schützen?

Virale Vektoren und ihre Bedeutung

Tiere

Wenn man an Tiere denkt, die das Virus übertragen können, fallen einem natürlich als erstes die Wildschweine ein. Es ist erwiesen, dass diese Tiere die Krankheit leicht verbreiten, aber es ist auch bekannt, dass das Revier eines Wildschweins nur etwa 15-20 km Durchmesser hat. Jüngste Ausbrüche (auch in Europa) werden manchmal viel weiter weg beobachtet, so dass wir andere mögliche Vektoren in Betracht ziehen müssen. Es ist erwiesen, dass neben Wildschweinen auch Fliegen und Zecken das Virus übertragen können. Zu Vögeln gibt es noch nicht viele Untersuchungen, aber in Asien ist man der festen Überzeugung, dass auch Krähen die Krankheit verbreiten, wenn sie mit den Kadavern infizierter Tiere in Kontakt kommen.

Menschen
Nach den Tieren ist der Mensch die größte Gefahr für die Verbreitung von Viren. Große Industriebetriebe bemühen sich, die Biosicherheit auf dem höchstmöglichen Niveau zu halten. Sie sind jedoch auf ihr Personal angewiesen. Arbeiter in industriellen Betrieben haben sehr oft Schweine zu Hause, und hier ist das Niveau der Biosicherheit in den Ställen niedriger, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung höher ist, insbesondere bei der Spültrankfütterung. In Asien legen die Arbeiter oft weite Strecken zurück, was zu einer sehr schnellen Ausbreitung der Krankheit in Asien führen kann.

Futtermittel: der vergessene Vektor

Es besteht kein Zweifel daran, dass Tiere und Menschen die Hauptüberträger der ASP sind. Es gibt jedoch noch weitere Übertragungswege, die bei der Festlegung einer Strategie zur Erhaltung eines virusfreien Betriebs berücksichtigt werden sollten. Futtermittel sind ein zusätzliches Einfallstor, dem immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, wenn über Biosicherheit gesprochen wird, da sie nie vollständig im Schweinebetrieb produziert werden.

Ist es aus wissenschaftlicher Sicht theoretisch möglich, dass die Afrikanische Schweinepest und andere Viren vom Feld auf die Tiere übertragen werden? Die Antwort lautet JA! Jüngste Untersuchungen an der K-State University haben gezeigt, dass die Afrikanische Schweinepest mehrere Monate im Tierfutter überleben kann. Sie kann sogar bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur überleben (Nierderwerder et al., 2019). Bestimmte häufig verwendete Rohstoffe wie Sojabohnenmehl oder DDGS schaffen sogar günstige Bedingungen für das Überleben der Viren und verlängern auf diese Weise ihre Halbwertszeit auf bis zu 180 Tage (Dee et al., 2019). Daneben wurde auch berichtet, dass die erforderliche Infektionsdosis in Futter und Wasser sehr gering ist.

Wird diese Theorie in der Praxis bestätigt? Die Antwort lautet erneut JA! Durch die Befragung von über 655 landwirtschaftlichen Betrieben in Rumänien, von denen 200 mit der ASP infiziert waren, ermittelten die Wissenschaftler die Faktoren, die das Risiko einer Ansteckung erhöhen. Es zeigte sich, dass die Verfütterung von Getreide aus infizierten Gebieten stark mit dem Risiko einer Infektion korreliert. Diese Studie wurde kürzlich in Nature (Bocklund et al., 2020) veröffentlicht und bestätigt frühere Studien aus Estland (Nurmoja et al., 2018) mit ähnlichen Schlussfolgerungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Sicherung von Futtermitteln eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die ASP ist.

Eine natürliche Lösung, die die Lebensfähigkeit der Schweinehaltung respektiert

Futtermittel: der vergessene Vektor
Um den Bedarf an einer verbesserten globalen Biosicherheit von Futtermitteln zu decken, hat Agrimprove kürzlich FeedLock® entwickelt. FeedLock® ist eine patentierte Mischung aus mittelkettigen Fettsäuren (MCFA), die nachweislich die Übertragung von Viren über das Futter hemmt. Unabhängige Forschungseinrichtungen in den USA und Vietnam haben die Wirkung sowohl in vitro als auch mit in vivo-Bioassays nachgewiesen. FeedLock® ist in der Lage, Viren in infiziertem Futter zu neutralisieren und so das Tier vor einer Ansteckung über diesen Weg zu schützen. In diesem Zusammenhang wurde am National Institute of Veterinary Research in Vietnam eine Studie durchgeführt, um die Wirksamkeit von FeedLock® gegen ASP zu testen. In dieser In-vitro-Studie wurden mehrere Prototypen auf ihre Fähigkeit getestet, die anfängliche Viruslast im Futter zu reduzieren. Die Quantifizierung mittels Echtzeit-PCR zeigte, dass FeedLock® das Risiko einer Viruskontamination selbst bei niedrigen Konzentrationen um das 28-fache reduziert.

Sicherheit und Rentabilität gehen Hand in Hand
Die Verringerung der Virusübertragung ist der Schwerpunkt von FeedLock®. Da es jedoch auf MCFA basiert, werden auch andere Vorteile gewährt, sobald das ergänzte Futter von den Schweinen aufgenommen wird. Eine geringere bakterielle Belastung und eine höhere Leistung der Tiere sind erwiesene Wirkungen von Agrimprove MCFA-Mischungen. Auf diese Weise erhalten Landwirte eine gute wirtschaftliche Rendite, wenn sie FeedLock® in ihre Biosicherheitsstrategie aufnehmen.

Biosicherheit auf Betriebsebene ist derzeit die einzige Möglichkeit für Betriebe, sich vor Krankheiten wie ASP zu schützen, und Futtermittel stellen für das Virus ein Tor dar, das nicht einfach geschlossen werden kann. Diese zusätzlichen Maßnahmen können zwar zusätzliche Kosten verursachen, führen aber gleichzeitig zu einem großen zusätzlichen Nutzen. Da nur eine begrenzte Menge an Viruspartikeln benötigt wird, um eine Infektion mit katastrophalen Folgen auszulösen, ist es von größter Bedeutung, alle Tore zu schließen. FeedLock® bietet die einzigartige Möglichkeit, auch das letzte Tor zu schließen, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen oder an Leistung zu verlieren.

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Dick Wim van Wijlen
Country Manager Germany, Austria & Switzerland

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